Reihe, 45min
Die Basilika von Gößweinstein ist das katholische Herz der fränkischen Schweiz. Das ganze Jahr über, aber vor allem zum Dreifaltigkeitsfest eine Woche nach Pfingsten, drängen die Pilgergruppen in den kleinen Ort. Das ist eine große Herausforderung für fünf polnische Franziskanermönche, die das Kloster in Gößweinstein erst vor kurzem übernommen haben.
Hinter dem spirituellen Erlebnis der Wallfahrt stehen aber auch Menschen, die in Gößweinstein den reibungslosen Ablauf sicherstellen: Einer der wenigen männlichen Pfarrsekretäre in Franken; ein Organist, der auch nach 40 Jahre noch unglücklich ist, wenn er nicht täglich seine Orgel spielen kann und eine evangelische Berlinerin, die es nach Franken verschlagen hat und deren Berufung es ist, die wunden Füßen der Wallfahrer zu versorgen.
Ein Pilger aus Pottenstein ist fest davon überzeugt, dass er Gößweinstein eine Wunderheilung zu verdanken hat. Und auch für viele andere Besucher und Wallfahrer als nah und fern ist die Kraft des Gnadenbildes mit der heiligen Dreifaltigkeit seit 500 Jahren ungebrochen. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick besucht die Basilika in jedem Jahr mindestens einmal. Für ihn ist eine Wallfahrt nach Gößweinstein einer der besten Wege, dem Geheimnis des dreieinigen Gottes näher zu kommen.
Die 45-minütige Dokumentation von Juri Köster macht durch ihre besonderen Bilder die geistliche Bedeutung Gößweinsteins spürbar. Sie lässt den Zuschauer die Schönheit der fränkischen Schweiz und die Pracht der barocken, vom berühmten Balthasar Neumann erbauten Basilika erleben. Vor allen Dingen findet sie aber einen sehr persönlichen Zugang zu Menschen, deren Schicksal mit Gößweinstein verbunden ist.
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